Netzfund • Facebook • Gerhard Lenz
Glosse von © Alexander Heiden:
>> Verehrter Herr Ministerpräsident, sehr geehrter Herr Söder, lieber Markus.
Du verlangst jetzt also, dass die Deutschen im Schnitt mehr arbeiten sollen, um die Wirtschaft zu stärken. Schon eine Stunde mehr Arbeit in der Woche würde uns enorm viel Wachstum bringen und sei nun „wirklich nicht zu viel verlangt“.
Ist es doch.
+ Wirtschaftsschwäche durch staatliche Gier
Denn dass es Deutschland nicht mehr so gut geht, liegt nicht daran, dass die arbeitenden Bürger plötzlich faul geworden wären.
Zuallererst liegt es daran, dass die politische Kaste, der Du angehörst und die Du geradezu archetypisch repräsentierst, unsere noch vor gar nicht allzu langer Zeit blühende Volkswirtschaft episch runtergerockt hat.
Das begann unter der CDU-Kanzlerin Angela Merkel – und immer mit Deiner CSU als willfährigem Mittäter. In den 16 Merkel-Jahren gab es nur eine einzige effektive Steuersenkung für Unternehmen: 2008 wurde die durchschnittliche Unternehmenssteuer von 38 auf 30 Prozent gesenkt. Seitdem ist Deutschland in Wahnsinnsgeschwindigkeit zur Steuer- und Abgabehölle für Unternehmer, aber auch für Selbstständige und Freiberufler abgestiegen.
Nach offiziellen Zahlen der OECD summieren sich bei uns die Einkommenssteuer und die Sozialversicherungsbeiträge auf insgesamt 49,1 Prozent der Lohnkosten. Damit liegen wir weltweit auf Platz 2. Nur in Belgien ist der Wert mit 51,5 Prozent noch etwas höher. Im OECD-Durchschnitt sind es übrigens nur 34,7 Prozent.
Und da wunderst Du Dich, dass die deutsche Wirtschaft schwächelt?
Es ist doch der Staat, den Du vertrittst, der mit tausend Händen nach dem Geld aller arbeitenden Bürger greift, von Unternehmern wie Arbeitnehmern. Von jedem Euro mehr, den die Leute erwirtschaften, presst Du ihnen das Allermeiste doch gleich wieder ab wie der Sheriff von Nottingham.
Trotz Rekord-Steuereinnahmen reicht die Kohle aber nicht. Also machst Du selbstverständlich mit beim größten Wählerbetrug der deutschen Nachkriegsgeschichte: der Schuldenorgie des Friedrich Merz.
Nein, die Leute arbeiten nicht zu wenig. Du raubst ihnen einfach zu viel von ihrem hart verdienten Geld. Und dann gibst Du es aus, um die Grünen und die SPD und die „Linke“ zu bestechen – damit sie Dich und Deinen Kumpel Fritze Merz an der Macht halten.
NGOs bekommen Milliarden, der öffentlich-rechtliche Rundfunk bekommt Milliarden, volkswirtschaftlich völlig nutzlose „Akademiker“ in absurden Clownsdisziplinen bekommen Milliarden, Fahrradwege in Peru und Kühlschränke in Kolumbien bekommen Milliarden, Hamas-Terroristen in Gaza und ihre Unterstützer bekommen Milliarden – alles nur, um die linke Reichshälfte bei Laune zu halten.
Das Geld ist ja nicht weg. Du gibst es nur den Falschen.
+ Wirtschaftsschwäche durch politisches Versagen
Du arbeitest fleißig an einer „Energiewende“ mit, die dem Industriestandort den Boden unter den Füßen weggezogen hat und die unser Land inzwischen weltweit zur Lachnummer macht.
Du hast mit Deiner CSU beim Ausstieg aus der Kernenergie ebenso mitgemacht wie beim E-Auto-Wahn und bei den Milliardengeschenken an eine weitgehend nutzlose Wind- und Solarindustrie.
Du vertreibst nicht nur die wichtigsten Betriebe, sondern gleich ganze Branchen. Die Automobilindustrie stirbt – nein, eigentlich ist sie schon tot. Die Chemie wandert ab. Der Maschinenbau sendet eine Hiobsbotschaft nach der anderen.
Gleichzeitig erstickst Du mögliche Wachstumstreiber im Keim mit einem Flächenbombardement an Regeln und Verboten. Nirgendwo ist Bauen so teuer wie bei uns – vor allem wegen der Bauvorschriften. Wir haben zwar detaillierte Vorschriften für Internetkonzerne, Soziale Medien und KI – aber wir haben kein einziges Internet-, Social-Media- oder KI-Unternehmen von internationalem Rang.
Warum wohl?
+ Die Verachtung der Arbeit
Und jetzt willst Du, dass die Leute mehr arbeiten, damit Dein Versagen – und das Deiner Kumpane in allen Parteien – nicht so schnell und nicht so schlimm auffällt?
Vergiss’ es.
Seit Jahren hilfst Du der SPD, den Grünen und der „Linken“ kräftig dabei, die arbeitenden Bürger auszuquetschen – und das Geld an die nicht-arbeitenden Menschen weiterzureichen. So, wie das „Bürgergeld“ angelegt ist, ist es eine Prämie für Faulheit. Dass vor allem Menschen davon profitieren, die gar keine Bürger sind, ist nur noch die Kirsche auf der Sahne.
Der Staat, den Du so stolz und eitel vertrittst, missachtet den arbeitenden Bürger seit Jahren. Und jetzt, wo Du mit Deiner Polit-Clique den Laden endgültig vor die Wand gefahren hast, soll ausgerechnet der arbeitende Bürger noch mehr arbeiten – damit Du ihm noch mehr abnehmen kannst?
Träum’ weiter.
In einem Betrieb läuft es nicht schlecht, weil die Leute zu oft krank sind oder nur Dienst nach Vorschrift machen. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Leute machen nur Dienst nach Vorschrift und werden krank, wenn es im Betrieb schlecht läuft.
Es spielt gar keine Rolle, ob man sich telefonisch ein Attest holen kann oder nicht. Es spielt auch keine Rolle, ob es einen „Karenztag“ gibt oder nicht. Das alles zielt auf Symptome und wird an der Krankheit nichts ändern.
Die Krankheit heißt: innere Kündigung.
Die arbeitenden Bürger haben einfach die Schnauze voll davon, von Dir und Deinesgleichen permanent als Dukatenesel vergewaltigt zu werden. Sie haben genug davon, selbst immer mehr arbeiten zu müssen – damit andere immer weniger arbeiten können. Sie wollen nicht mehr der Politik immer mehr von ihrem sauer verdienten Lohn in den Rachen werfen müssen – nur damit diese Politik dann, ideologisch fest verdrahtet und ohne jede Lernkurve, dieselben Fehler immer und immer wieder macht.
Du, Dein Kanzler Friedrich Merz und Dein hessischer Ministerpräsidenten-Kollege Boris Rhein: Ihr könnt noch so oft fordern, die Deutschen müssten jetzt doch bitteschön mehr arbeiten. Die Deutschen werden das nicht tun.
Die Leute checken aus.
Die Politikerkaste hat versagt. Ihr habt versagt. Du hast versagt. Also erwarte jetzt nicht von denen, die Dich dafür bezahlt haben, damit Du nicht versagst, dass sie Dich auch noch retten.
Die Leute würden arbeiten – wenn Du Deine Arbeit gemacht hättest. >>

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