Erste Einstellung: Friedrich Merz steht vor einem Gewässer, im Hintergrund weht - nichts ist im TV zufällig - die Regenbogenflagge!
Dem Kanzler ging - als er davon erfuhr, dass Jens Spahn durch Leihmutterschaft "Vater" wurde - "erst einmal das Wohl des Kindes" durch den Kopf! Alles klar, er hat also nicht als Erstes an sich und die Folgen für seine Politik gedacht!
Man hätte nicht die Zeit gehabt, das Thema mit Jens Spahn zu besprechen. Der Zuschauer fragt sich, welches Verhältnis Merz zu seinem wichtigsten Pferd im Stall hatte.
Er stünde in Umfragen sehr schlecht da, wirft die Journalistin ihm vor. Ob er so weitermachen könne, wenn es so wenig Vertrauen in der Bevölkerung gäbe. Es gebe eine Vertrauenskrise in die Demokratie insgesamt und das sei nicht die Aufgabe der Regierung, da seien alle demokratischen Parteien gefragt. Die Tonlage im Parlament passt ihm nicht. Von der AfD sei man das ja gewohnt, aber dass auch die Linken und die Grünen in den Ton einstimmen, das sei "keine Werbung für die Demokratie"! Die Oppositionsparteien sind schuld.
Er habe viel versprochen und die Bürger seien enttäuscht. "WIR haben im fünften Jahr in Folge einen Krieg in der Ukraine" (Putin ist schuld), eine schwierige Lage mit den Vereinigten Staaten von Amerika (Trump ist schuld), fehlendes russisches Gas.
Die Regierung habe "versucht die Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen" und er glaube, das sei ihr auch gelungen. "Das WAREN enorme Kosten - auch für die sozialen Sicherungssysteme"! Mich stört das Wort WAREN!!! Diese Kosten sind doch noch genauso da, und durch den anhaltenden Flüchtlingsstrom und den Familiennachzug fallen sie NICHT!!!
"Wir holen das nach, was Jahrzehnte in Deutschland versäumt worden ist!", (die Vorgänger sind schuld). Und der Zuschauer fragt sich: WER hat eigentlich in den letzten Jahrzehnten regiert?
Dass die Automobilindustrie so schwer zu kämpfen habe, das läge an den stark subventionierten Fahrzeugen aus China (China hat Schuld).
"Sie zeigen immer nur diejenigen, die Kritik an mir äußern!", wirft die Heulsuse der Moderatorin vor und gibt den Medien die Schuld!
"Ich habe nie jemandem persönliche Faulheit vorgeworfen", aber die Schweizer würden nun mal 200 Stunden mehr arbeiten als die Deutschen. "Wenn wir uns diesen Sozialstaat weiter leisten wollen, dann müssen wir für diesen Sozialstaat gemeinsam arbeiten!". Also die, die arbeiten gehen, sollen 200 Stunden mehr arbeiten, damit die, die in der Hängematte liegen, liegen bleiben können!
Man bräuchte eine "breite Zustimmung", um die Reformen durchzusetzen, die habe man "... in dem Augenblick nicht in dem Umfang! deshalb werden wir NOCH viel mehr erklären müssen"!
Schuld hat der Bürger, dem man alles erklären muss, heißt das für mich.
Auf die anstehenden Wahlen angesprochen, und dass die CDU so schlecht dastünde wie noch nie "Das ist aber nicht nur die CDU" und "Das ist auch nicht allein ein Problem des Ostens, aber ist ein BESONDERES Problem des Ostens"! Die bösen Ostdeutschen haben Schuld, dass die CDU so schlecht dasteht.
Die "politische Mitte" würde angegriffen von Links und Rechts und "die Angriffe von Rechts und ganz Rechts, die sind verstörend"! Dass in Gegenwart des Parteivorsitzenden der AfD die alte Nationalhymne der DDR "mit voller Begeisterung" gesungen würde, das zeige, "in welche Richtung das geht"! Dass DIESE alte Nationalhymne FÜR ein geeintes Deutschland steht, und in DIESER Form in der DDR verboten war, woher soll Merz das wissen? Es wurde ihm wohl nie erklärt 😃 . Es sei also "die Aufgabe der demokratischen Parteien der Mitte dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung VERSTEHT, was da im Augenblick passiert." Die Bürger benötigen einen Oberlehrer und das ist Friedrich Merz.
Das sei ein "Irrweg" für Deutschland! und man müsse etwas tun gegen die "Verrohung der politischen Sitten in unserem Land".
Auf die Frage, ob es einen Zeitpunkt gebe, wo er als Parteivorsitzender sage, dass es Zeit sei zu gehen, weil aus der Koalition nichts werden könne, reißt er die Augen WEIT auf. Nein, sie hätten einen Auftrag in "höchst turbulenten Zeiten STABIL auf Kurs zu halten"! Stabil auf Kurs - und der Eisberg kommt immer näher!
Netzfund | Facebook | Urheber Text © Inge Steinmetz
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Friedrich Merz,
Sie und die von Ihnen geduldeten sogenannten Wirtschaftsweisen feiern die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre als sozialpolitischen Geniestreich.
Ich klage Sie an: Was Sie für die Pflegebranche beschlossen haben, ist kein Reformwerk, sondern ein staatlich organisiertes Sterbehilfeprogramm auf Raten – kalt, kalkuliert und zutiefst menschenverachtend.
Sie predigen Effizienz und meinen damit die Verschmelzung von Personal und Pflegebedürftigen zu einer austauschbaren, leidenden Masse.
Wenn künftig eine 69-jährige Pflegekraft, selbst pflegebedürftig, mit künstlichem Darmausgang und zitternden Händen eine 85-jährige Bewohnerin versorgt, dann nennen Sie das nicht Mangel, sondern Inklusion.
Ich nenne es unterlassene Hilfeleistung am lebenden Objekt, angeordnet durch Ihre Untätigkeit.
Sie nehmen billigend in Kauf, dass diese Pflegekraft vor der Morgenschicht auf der Bettkante sitzt und betet, ihre Bandscheibe möge halten, bevor sie den ersten 120-Kilo-Patienten alleine stemmt.
Sie nehmen billigend in Kauf, dass beginnende Demenz im Team die Pflegedokumentation ersetzt und die Frage nach der besseren Rheumasalbe wichtiger wird als die korrekte Medikamentenausgabe.
Dienstübergaben unter Ihrer Regie fragen nicht mehr nach Patienten, sondern danach, ob die Kollegin noch lebt oder bereits unbemerkt im Bett eines Bewohners zusammengebrochen ist.
Das ist Ihr Masterplan, Herr Bundeskanzler: ein perfides, haushaltspolitisch durchkalkuliertes Euthanasie-Programm für Pflegekräfte.
Wer nach der vierten Nachtschicht mit 69 Jahren tot im Wäschesack endet, belastet keine Rentenkasse.
Keine Auszahlung, kein Ruhestand, keine Kosten.
Der Staat spart sich den Lohn, das Pflegeheim das Bett, und Sie feiern die konsolidierte Bilanz – erkauft mit dem sozialverträglichen Frühableben derer, die dieses Land am Laufen halten.
Und während Sie diese Schinderei per Gesetz verordnen, finanzieren wir mit unserer Knochenarbeit die üppigen, stressfreien Pensionen jener gut klimatisierten Staatsdiener, die mit Mitte 50 ausgebrannt in den Ruhestand flüchten, weil das Ersinnen solcher Reformen am Schreibtisch so ungemein erschöpfend war.
Ich klage Sie an, die körperliche und seelische Zerstörung zehntausender Pflegekräfte wissentlich in Kauf zu nehmen, um Rentenkassen zu entlasten, die Ihnen politisch unbequem sind.
Ich klage Sie an, das Leben derer, die andere pflegen, für wertloser zu erachten als eine ausgeglichene Bilanz.
Es ist ein Todesurteil auf Raten, unterzeichnet von Ihrer Regierung, vollstreckt durch den Dienstplan.
Ziehen Sie die Stützstrümpfe hoch und betonieren Sie das Gebiss mit Haftcreme.
Sie haben uns noch ein paar Jahrzehnte eingeplant – es sei denn, der Sensenmann ist schneller als Ihre nächste Kabinettssitzung 😡
Netzfund | Facebook | Urheber Text © Monika Kamp
𝗦𝗲𝗵𝗿 𝗴𝗲𝗲𝗵𝗿𝘁𝗲𝗿 𝗛𝗲𝗿𝗿 𝗠𝗲𝗿𝘇,
ich bin 43. Fleischer und Koch. Chronische Schmerzen seit der Kindheit. Schultern kaputt. Bandscheiben kaputt. GdB 30. Körper kaputt, bevor die Rente auch nur in Sichtweite kommt.
Und Sie erklären mir heute, dass das Rentenalter steigt.
Ich frage Sie ernsthaft: Haben Sie jemals einen einzigen Tag körperlich gearbeitet?
Nicht eine Stunde am Rednerpult. Nicht ein Meeting in einem klimatisierten Konferenzraum. Ich meine: wirklich gearbeitet. Mit den Händen. Mit dem Rücken. Mit dem Körper, den man nicht einfach nach Hause schicken kann, wenn er streikt.
Die Pflegebranche hat den höchsten Krankenstand aller Branchen in Deutschland. Knapp 10 Prozent. Das sind keine Drückeberger. Das sind Menschen, deren Körper nach Jahren des Hebens, Tragens, Schichtdienstes und Dauerstresses schlicht aufhören zu funktionieren. Altenpfleger werden doppelt so häufig berufsunfähig wie der Durchschnitt. Jede zweite junge Pflegekraft hat eine statistische Wahrscheinlichkeit von fast 50 Prozent, das reguläre Rentenalter gar nicht arbeitend zu erreichen.
Und das ist nicht nur die Pflege.
Das ist der Maurer, dessen Knie nach 40 Jahren Baustelle nur noch mit Schmerzmitteln funktionieren. Die Friseurin mit Chemikaliensensibilisierung und Krampfadern. Der Fleischer mit der zerstörten Schulter. Der Paketzusteller, der mit 55 nicht mehr ohne Probleme die Treppe hochkommt. Die Reinigungskraft, die seit 30 Jahren auf Knien scheuert damit Ihr Büro glänzt, Herr Bundeskanzler.
𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹𝗲𝗻 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗹𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗿 𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻.
𝗗𝗮𝗺𝗶𝘁 𝗜𝗵𝗿𝗲 𝗕𝗶𝗹𝗮𝗻𝘇 𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘁?
Und während das passiert, geht der Beamte mit Mitte 50 in eine Pension, die wir alle mitfinanzieren. Der Bundestagsabgeordnete erreicht nach einer einzigen Wahlperiode Versorgungsansprüche, für die ein normaler Arbeitnehmer laut Bundestag-eigenem Gutachten siebenmal länger einzahlen müsste.
Siebenmal. 🎩
Wer unter Ihrer Politik vorzeitig stirbt, belastet übrigens keine Rentenkasse. Keine Auszahlung. Kein Ruhestand. Keine Kosten. Ich unterstelle Ihnen keine Absicht. Ich beschreibe nur das Ergebnis.
Sie haben heute versprochen, alle 33 Empfehlungen vollständig umzusetzen.
𝗜𝗰𝗵 𝘃𝗲𝗿𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲 𝗜𝗵𝗻𝗲𝗻, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻, 𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗞𝗼̈𝗿𝗽𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝘀 𝗟𝗮𝗻𝗱 𝘁𝗿𝗮̈𝗴𝘁, 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗴𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻.
𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗲𝗶 𝗱𝗲𝗿 𝗻𝗮̈𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗵𝗹. 𝗨𝗻𝗱 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗮𝘃𝗼𝗿. 💀
"Es gehört inzwischen zu den eigentümlichsten Ritualen der Berliner Republik, dass man politische Symptome mit moralischer Chemotherapie behandelt. Statt sich zu fragen, warum Millionen Bürger einer Partei ihre Stimme geben, diskutiert das politische Milieu lieber darüber, wie man diese Partei verbieten könnte. Nicht die Krankheit interessiert. Sondern das Thermometer.
Es ist bemerkenswert, wie schnell in Deutschland inzwischen aus politischer Ablehnung soziale Ausgrenzung wird.