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Auf Spurensuche

Dienstag, 4. August 2026

 




Die Presse berichtet von um die 10.000 Hitzetoten in diesem Sommer bisher und nennt das RKI als Quelle dieser Angabe.

Also habe ich mich auf der Webseite des RKI einmal umgesehen. Ich habe mir die Zahlen von 2026 und den früheren Jahren angesehen.

Die Zahlen sind alle geschätzt. 

Die Bedeutung von geschätzt ist, dass ein Wert nicht exakt ist, sondern geradlinig geraten wurde. 

Warum macht man das?

Stirbt man im Sommer, zählt man zu den Hitzetoten.
Stirbt man im Winter, zählt man zu den Kältetoten.

In welche Kategorie fallen die Verstorbenen aus Frühjahr und Herbst? Der Sache muss ich dann auch mal nachgehen.

3 D

Sonntag, 2. August 2026
Bisher kannte ich diese Art von Straßenkunst nur aus dem Internet.  Schon beeindruckend ...





Schuld

Mittwoch, 29. Juli 2026

 



Beim Trauergottesdienst für die Opfer des islamistischen CSD-Attentats in Berlin hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor „Intoleranz“ gewarnt. „Nicht erst ein solcher Anschlag wie gestern Abend gefährdet unsere Freiheit“, sagte er am Sonntagnachmittag in der Marienkirche am Alexanderplatz. „Intoleranz, Ausgrenzung, Diskriminierung, dumme Redensarten, schlechte Witze sind ein Teil solcher Gewalt.“ Dafür erhielt er lautstarken Applaus.


Der Attentäter war seit Jahren polizeibekannt und wollte sich 2025 dem Islamischen Staat (IS) in Syrien anschließen. Aus diesem Grund hatte sich Ballout noch vor seiner Festnahme in Berlin in Haft im Libanon befunden. Allerdings ließ ihn die libanesische Justiz nach drei Monaten frei, woraufhin er nach Deutschland zurückkehrte. Dort wurde er aber erneut festgenommen. Später hatte ihn das Amtsgericht Tiergarten zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Schuld haben immer die anderen ...

Dienstag, 21. Juli 2026



Erste Einstellung: Friedrich Merz steht vor einem Gewässer, im Hintergrund weht - nichts ist im TV zufällig - die Regenbogenflagge!

Dem Kanzler ging - als er davon erfuhr, dass Jens Spahn durch Leihmutterschaft "Vater" wurde - "erst einmal das Wohl des Kindes" durch den Kopf! Alles klar, er hat also nicht als Erstes an sich und die Folgen für seine Politik gedacht!

Man hätte nicht die Zeit gehabt, das Thema mit Jens Spahn zu besprechen. Der Zuschauer fragt sich, welches Verhältnis Merz zu seinem wichtigsten Pferd  im Stall hatte. 

Er stünde in Umfragen sehr schlecht da, wirft die Journalistin ihm vor. Ob er so weitermachen könne, wenn es so wenig Vertrauen in der Bevölkerung gäbe. Es gebe eine Vertrauenskrise in die Demokratie insgesamt und das sei nicht die Aufgabe der Regierung, da seien alle demokratischen Parteien gefragt. Die Tonlage im Parlament passt ihm nicht. Von der AfD sei man das ja gewohnt, aber dass auch die Linken und die Grünen in den Ton einstimmen, das sei "keine Werbung für die Demokratie"! Die Oppositionsparteien sind schuld.

Er habe viel versprochen und die Bürger seien enttäuscht. "WIR haben im fünften Jahr in Folge einen Krieg in der Ukraine" (Putin ist schuld), eine schwierige Lage mit den Vereinigten Staaten von Amerika (Trump ist schuld), fehlendes russisches Gas.

Die Regierung habe "versucht die Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen" und er glaube, das sei ihr auch gelungen. "Das WAREN enorme Kosten - auch für die sozialen Sicherungssysteme"! Mich stört das Wort WAREN!!! Diese Kosten sind doch noch genauso da, und durch den anhaltenden Flüchtlingsstrom und den Familiennachzug fallen sie NICHT!!!

"Wir holen das nach, was Jahrzehnte in Deutschland versäumt worden ist!", (die Vorgänger sind schuld).  Und der Zuschauer fragt sich: WER hat eigentlich in den letzten Jahrzehnten regiert?

Dass die Automobilindustrie so schwer zu kämpfen habe, das läge an den stark subventionierten Fahrzeugen aus China (China hat Schuld).

"Sie zeigen immer nur diejenigen, die Kritik an mir äußern!", wirft die Heulsuse der Moderatorin vor und gibt den Medien die Schuld! 

"Ich habe nie jemandem persönliche Faulheit vorgeworfen", aber die Schweizer würden nun mal 200 Stunden mehr arbeiten als die Deutschen. "Wenn wir uns diesen Sozialstaat weiter leisten wollen, dann müssen wir für diesen Sozialstaat gemeinsam arbeiten!". Also die, die arbeiten gehen, sollen 200 Stunden mehr arbeiten, damit die, die in der Hängematte liegen, liegen bleiben können! 

Man bräuchte eine "breite Zustimmung", um die Reformen durchzusetzen, die habe man "... in dem Augenblick nicht in dem Umfang! deshalb werden wir NOCH viel mehr erklären müssen"!

Schuld hat der Bürger, dem man alles erklären muss, heißt das für mich. 

Auf die anstehenden Wahlen angesprochen, und dass die CDU so schlecht dastünde wie noch nie "Das ist aber nicht nur die CDU" und "Das ist auch nicht allein ein Problem des Ostens, aber ist ein BESONDERES Problem des Ostens"! Die bösen Ostdeutschen haben Schuld, dass die CDU so schlecht dasteht.

Die "politische Mitte" würde angegriffen von Links und Rechts und "die Angriffe von Rechts und ganz Rechts, die sind verstörend"! Dass in Gegenwart des Parteivorsitzenden der AfD  die alte Nationalhymne der DDR "mit voller Begeisterung" gesungen würde, das zeige, "in welche Richtung das geht"! Dass DIESE alte Nationalhymne FÜR ein geeintes Deutschland steht, und in DIESER Form in der DDR verboten war, woher soll Merz das wissen? Es wurde ihm wohl nie erklärt 😃 .  Es sei also "die Aufgabe der demokratischen Parteien der Mitte dafür zu sorgen, dass die Bevölkerung VERSTEHT, was da im Augenblick passiert."  Die Bürger benötigen einen Oberlehrer und das ist Friedrich Merz. 

Das sei ein "Irrweg" für Deutschland! und man müsse etwas tun gegen die "Verrohung der politischen Sitten in unserem Land".

Auf die Frage, ob es einen Zeitpunkt gebe, wo er als Parteivorsitzender sage, dass es Zeit sei zu gehen, weil aus der Koalition nichts werden könne, reißt er die Augen WEIT auf.  Nein, sie hätten einen Auftrag in "höchst turbulenten Zeiten STABIL auf Kurs zu halten"! Stabil auf Kurs - und der Eisberg kommt immer näher!

Netzfund | Facebook | Urheber Text © Inge Steinmetz 

Live aus Berlin

Sonntag, 12. Juli 2026

 





Mir glühen heute noch die Ohren, da ich mir am Freitag die letzte Sitzung des Bundestages von A-Z angehört habe. 

Mein Vertrauen in die Medien existiert nicht mehr, also habe ich mir selbst ein *Bild* visuell und auditiv von unseren Volksvertretern gemacht.

Mein Fazit: Niveaulos, respektlos, sowohl im Umgang miteinander als auch UNS gegenüber. OHNE WORTE !!!

Ich würde mir wünschen, das mehr Menschen die Debatten selbst verfolgen bzw. die Protokolle lesen würden. Manche würden dann ganz sicher ihre Meinung ändern und vielleicht auch *aufwachen* ...

Gehört

Mittwoch, 1. Juli 2026
Willkommen im 2. Halbjahr 2026. Durch die Hitze der letzten Tage waren wir zur Untätigkeit *verurteilt*, so gut wie nie unterwegs und ich habe PC und TV gemieden ...

Also lag es nahe, sich wieder einmal ein paar Hörbücher *reinzuziehen* ...









Spannend, beklemmend und ich nun das Problem, dass ich auf die Fortsetzung Mason Teilmann 3 warten muss, die leider noch nicht in deutsch erhältlich ist. Was für ein Ärger aber auch ...

Gehört

Montag, 29. Juni 2026

 




Im Audible Abo enthalten, habe ich mir dieses Hörbuch geholt, ohne vorher etwas vom Inhalt zu wissen. 

Gleich zu Beginn hat es mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen, als ich gehört habe, dass es sich die Handlung um eine an ALS erkrankte Frau dreht. 

Ein mir sehr nahestehender Mensch hat diese Diagnose vor ein paar Tagen erhalten und ich befinde mich nach wie vor in dem Zustand von Wut und Verzweiflung.

Trotzdem habe ich weitergehört ... und es nicht bereut!

Anklage ...

Sonntag, 28. Juni 2026





Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Friedrich Merz, 

Sie und die von Ihnen geduldeten sogenannten Wirtschaftsweisen feiern die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre als sozialpolitischen Geniestreich. 

Ich klage Sie an: Was Sie für die Pflegebranche beschlossen haben, ist kein Reformwerk, sondern ein staatlich organisiertes Sterbehilfeprogramm auf Raten – kalt, kalkuliert und zutiefst menschenverachtend.

Sie predigen Effizienz und meinen damit die Verschmelzung von Personal und Pflegebedürftigen zu einer austauschbaren, leidenden Masse. 

Wenn künftig eine 69-jährige Pflegekraft, selbst pflegebedürftig, mit künstlichem Darmausgang und zitternden Händen eine 85-jährige Bewohnerin versorgt, dann nennen Sie das nicht Mangel, sondern Inklusion. 

Ich nenne es unterlassene Hilfeleistung am lebenden Objekt, angeordnet durch Ihre Untätigkeit.

Sie nehmen billigend in Kauf, dass diese Pflegekraft vor der Morgenschicht auf der Bettkante sitzt und betet, ihre Bandscheibe möge halten, bevor sie den ersten 120-Kilo-Patienten alleine stemmt. 

Sie nehmen billigend in Kauf, dass beginnende Demenz im Team die Pflegedokumentation ersetzt und die Frage nach der besseren Rheumasalbe wichtiger wird als die korrekte Medikamentenausgabe. 

Dienstübergaben unter Ihrer Regie fragen nicht mehr nach Patienten, sondern danach, ob die Kollegin noch lebt oder bereits unbemerkt im Bett eines Bewohners zusammengebrochen ist.

Das ist Ihr Masterplan, Herr Bundeskanzler: ein perfides, haushaltspolitisch durchkalkuliertes Euthanasie-Programm für Pflegekräfte. 

Wer nach der vierten Nachtschicht mit 69 Jahren tot im Wäschesack endet, belastet keine Rentenkasse. 

Keine Auszahlung, kein Ruhestand, keine Kosten. 

Der Staat spart sich den Lohn, das Pflegeheim das Bett, und Sie feiern die konsolidierte Bilanz – erkauft mit dem sozialverträglichen Frühableben derer, die dieses Land am Laufen halten.

Und während Sie diese Schinderei per Gesetz verordnen, finanzieren wir mit unserer Knochenarbeit die üppigen, stressfreien Pensionen jener gut klimatisierten Staatsdiener, die mit Mitte 50 ausgebrannt in den Ruhestand flüchten, weil das Ersinnen solcher Reformen am Schreibtisch so ungemein erschöpfend war.

Ich klage Sie an, die körperliche und seelische Zerstörung zehntausender Pflegekräfte wissentlich in Kauf zu nehmen, um Rentenkassen zu entlasten, die Ihnen politisch unbequem sind. 

Ich klage Sie an, das Leben derer, die andere pflegen, für wertloser zu erachten als eine ausgeglichene Bilanz.

Es ist ein Todesurteil auf Raten, unterzeichnet von Ihrer Regierung, vollstreckt durch den Dienstplan.

Ziehen Sie die Stützstrümpfe hoch und betonieren Sie das Gebiss mit Haftcreme. 

Sie haben uns noch ein paar Jahrzehnte eingeplant – es sei denn, der Sensenmann ist schneller als Ihre nächste Kabinettssitzung 😡

Netzfund | Facebook | Urheber Text © Monika Kamp

Sehr geehrter ...

Samstag, 27. Juni 2026



𝗦𝗲𝗵𝗿 𝗴𝗲𝗲𝗵𝗿𝘁𝗲𝗿 𝗛𝗲𝗿𝗿 𝗠𝗲𝗿𝘇,

ich bin 43. Fleischer und Koch. Chronische Schmerzen seit der Kindheit. Schultern kaputt. Bandscheiben kaputt. GdB 30. Körper kaputt, bevor die Rente auch nur in Sichtweite kommt.

Und Sie erklären mir heute, dass das Rentenalter steigt.

Ich frage Sie ernsthaft: Haben Sie jemals einen einzigen Tag körperlich gearbeitet?

Nicht eine Stunde am Rednerpult. Nicht ein Meeting in einem klimatisierten Konferenzraum. Ich meine: wirklich gearbeitet. Mit den Händen. Mit dem Rücken. Mit dem Körper, den man nicht einfach nach Hause schicken kann, wenn er streikt.

Die Pflegebranche hat den höchsten Krankenstand aller Branchen in Deutschland. Knapp 10 Prozent. Das sind keine Drückeberger. Das sind Menschen, deren Körper nach Jahren des Hebens, Tragens, Schichtdienstes und Dauerstresses schlicht aufhören zu funktionieren. Altenpfleger werden doppelt so häufig berufsunfähig wie der Durchschnitt. Jede zweite junge Pflegekraft hat eine statistische Wahrscheinlichkeit von fast 50 Prozent, das reguläre Rentenalter gar nicht arbeitend zu erreichen.

Und das ist nicht nur die Pflege.

Das ist der Maurer, dessen Knie nach 40 Jahren Baustelle nur noch mit Schmerzmitteln funktionieren. Die Friseurin mit Chemikaliensensibilisierung und Krampfadern. Der Fleischer mit der zerstörten Schulter. Der Paketzusteller, der mit 55 nicht mehr ohne Probleme die Treppe hochkommt. Die Reinigungskraft, die seit 30 Jahren auf Knien scheuert damit Ihr Büro glänzt, Herr Bundeskanzler.

𝗗𝗶𝗲𝘀𝗲 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘀𝗼𝗹𝗹𝗲𝗻 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗹𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗿 𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻.

𝗗𝗮𝗺𝗶𝘁 𝗜𝗵𝗿𝗲 𝗕𝗶𝗹𝗮𝗻𝘇 𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘁?

Und während das passiert, geht der Beamte mit Mitte 50 in eine Pension, die wir alle mitfinanzieren. Der Bundestagsabgeordnete erreicht nach einer einzigen Wahlperiode Versorgungsansprüche, für die ein normaler Arbeitnehmer laut Bundestag-eigenem Gutachten siebenmal länger einzahlen müsste.

Siebenmal. 🎩

Wer unter Ihrer Politik vorzeitig stirbt, belastet übrigens keine Rentenkasse. Keine Auszahlung. Kein Ruhestand. Keine Kosten. Ich unterstelle Ihnen keine Absicht. Ich beschreibe nur das Ergebnis.

Sie haben heute versprochen, alle 33 Empfehlungen vollständig umzusetzen.

𝗜𝗰𝗵 𝘃𝗲𝗿𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲 𝗜𝗵𝗻𝗲𝗻, 𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗱𝗶𝗲 𝗠𝗲𝗻𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻, 𝗱𝗲𝗿𝗲𝗻 𝗞𝗼̈𝗿𝗽𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝘀 𝗟𝗮𝗻𝗱 𝘁𝗿𝗮̈𝗴𝘁, 𝗱𝗮𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗴𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻.

𝗡𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗯𝗲𝗶 𝗱𝗲𝗿 𝗻𝗮̈𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲𝗻 𝗪𝗮𝗵𝗹. 𝗨𝗻𝗱 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗱𝗮𝘃𝗼𝗿. 💀

Netzfund | Facebook | Urheber Text © Tino Nikol 

Kaum zu glauben ...

Dienstag, 23. Juni 2026

 





... was man sich als Frau in unserer Gesellschaft noch alles gefallen lassen muss.

Frauen mit Handys zu vergleichen, die man mit einer Hülle schützen muss, zeigt, wie frauenverachtend diese Ideologie ist.

Für was hält uns der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk, indem er dazu einen Beitrag ausstrahlt?

Wo bleibt der Aufschrei?

Zufall ...

Sonntag, 14. Juni 2026

 



Was man nicht alles mitbekommt, wenn man zappt ... so erging es mir vor einigen Tagen. Durch Zufall bin ich bei Naked Attraction - Dating hautnah gelandet, habe kurz gestoppt und dann auf den AUS Knopf gedrückt.

Ich bin weder prüde, verklemmt oder zu alt.

Diese sogenannten Reality Shows sind m.E. jenseits der Realität und vom Niveau und Anspruch unterste Schublade.

Der Tiefpunkt ist bereits unterschritten.

In diesem Sinn wünsche ich euch ein schönes Wochenende.

Unbequem

Dienstag, 9. Juni 2026




 "Es gehört inzwischen zu den eigentümlichsten Ritualen der Berliner Republik, dass man politische Symptome mit moralischer Chemotherapie behandelt. Statt sich zu fragen, warum Millionen Bürger einer Partei ihre Stimme geben, diskutiert das politische Milieu lieber darüber, wie man diese Partei verbieten könnte. Nicht die Krankheit interessiert. Sondern das Thermometer.

Während die industrielle Basis Deutschlands knirscht, die Strompreise europäische Spitzenwerte erreichen, Kommunen unter Migrationsdruck ächzen und der gesellschaftliche Zusammenhalt sichtbar erodiert, beschäftigt sich die politische Klasse mit der hygienischen Säuberung des Parteiensystems. Das wirkt nicht souverän. Es wirkt nervös.
Nun also auch Stefanie Hubig. Die SPD-Justizministerin möchte ein AfD-Verbotsverfahren prüfen. Man kennt die Tonlage inzwischen: besorgt, staatsmännisch, demokratieschützend. Immer begleitet von jenem pädagogischen Unterton, der den Bürger weniger als Souverän denn als potenzielles Sicherheitsproblem betrachtet.
Doch Demokratien sterben selten daran, dass zu viele Probleme angesprochen werden. Sie geraten vielmehr in Gefahr, wenn Probleme zwar sichtbar sind, aber ihre offene Diskussion moralisch delegitimiert wird.
Die eigentliche Krise Deutschlands ist nicht die Existenz der Alternative für Deutschland. Die eigentliche Krise besteht darin, dass große Teile der Bevölkerung den Eindruck gewonnen haben, ihre Sorgen würden erst dann ernst genommen, wenn sie maximalen politischen Druck erzeugen. Wer jahrelang jede Kritik an Migration, Energiewende oder Klimaaktivismus reflexartig in die Nähe dunkler historischer Kontinuitäten rückt, darf sich irgendwann nicht wundern, wenn sich Wähler von diesem Diskursbetrieb abwenden.
Denn die AfD entstand nicht im luftleeren Raum. Sie ist kein Meteorit, der plötzlich in die wohlgeordnete Bundesrepublik einschlug. Sie ist das Produkt politischer Fehlentscheidungen, kultureller Entfremdung und einer zunehmend hermetischen Funktionselite, die Kritik häufig nicht mehr als demokratische Normalität, sondern als moralische Störung begreift.
Besonders bitter ist dabei die Rolle der Christlich Demokratische Union Deutschlands. Denn gerade sie hätte eigentlich jene politische Kraft sein müssen, die konservative, ordnungspolitische und wirtschaftsliberale Positionen glaubwürdig vertritt, ohne in Radikalismen abzugleiten. Stattdessen erleben viele ihrer früheren Wähler eine Partei, die zwar alle paar Jahre ein neues Grundsatzprogramm beschließt, im Regierungsalltag aber zuverlässig in den administrativen Konsens der Berliner Mitte zurückgleitet.
Der Wähler hört Opposition und bekommt Verwaltung.
Natürlich ist Politik komplizierter als Wahlprogramme. Koalitionen erzwingen Kompromisse. Staatshandeln folgt institutionellen Zwängen. Doch genau daraus entsteht ja der gegenwärtige Vertrauensverlust: Zwischen angekündigtem Politikwechsel und tatsächlicher Politik klafft eine immer größere Glaubwürdigkeitslücke.
Gerade in der Energiepolitik zeigt sich das exemplarisch. Deutschland leistet sich den paradoxen Luxus, gleichzeitig aus Kernenergie auszusteigen, fossile Reservekapazitäten vorzuhalten und den Bürgern steigende Kosten als moralische Weltrettungsabgabe zu präsentieren. Der moralische Ton der Klimapolitik wächst dabei oft proportional zur technischen Unsicherheit ihrer Umsetzung.
Der Bürger soll verzichten, während der Staat experimentiert.
Hinzu kommt die Migrationsfrage. Über Jahre wurde versucht, ein offenkundig konfliktträchtiges Thema kommunikativ zu neutralisieren. Wer auf Integrationsprobleme, Belastungen von Kommunen oder kulturelle Spannungen hinwies, galt schnell als verdächtig. Dadurch entstand jenes politische Vakuum, in das die AfD stoßen konnte. Nicht trotz der Ausgrenzung. Sondern auch wegen ihr.
Denn Demokratien funktionieren nur, wenn relevante gesellschaftliche Konflikte innerhalb des demokratischen Spektrums artikulierbar bleiben. Werden Positionen pauschal moralisch exkommuniziert, verschwinden sie nicht. Sie radikalisieren sich außerhalb des etablierten Diskurses weiter.
Gerade deshalb wirkt die Fixierung auf ein Verbotsverfahren wie eine intellektuelle Ausweichbewegung. Ein Verbot ersetzt keine funktionierende Energiepolitik. Kein stabiles Rentensystem. Keine kontrollierte Migration. Keine wirtschaftliche Wachstumsstrategie. Kein neues gesellschaftliches Vertrauen.
Es wäre ohnehin ein riskantes Unterfangen. Scheitert ein Verfahren gegen eine Partei mit Millionen Wählern, stärkt man genau jene Erzählung, die man eigentlich bekämpfen will: dass ein politisches Establishment unbequeme Konkurrenz institutionell beseitigen möchte, weil es sie politisch nicht mehr stellen kann.
Der demokratische Wettbewerb wird nicht dadurch gewonnen, dass man Oppositionsparteien moralisch vernichtet. Sondern dadurch, dass man bessere Politik macht.
Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Zumutung unserer Zeit: Dass man die Bürger nicht dauerhaft umerziehen kann. Dass sich ökonomische Realität nicht wegmoralisieren lässt. Dass demokratische Legitimation mehr verlangt als korrekte Gesinnungssignale auf Parteitagen und Talkshows.
Und vielleicht ist die unbequeme Wahrheit der Gegenwart schlicht diese:
Die Zustimmung zur AfD ist weniger Ausdruck einer plötzlichen kollektiven Radikalisierung Deutschlands als vielmehr ein Symptom dafür, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung den Eindruck hat, politisch nicht mehr repräsentiert zu werden.
Eine kluge Demokratie würde diesen Befund analysieren.
Eine erschöpfte Demokratie versucht stattdessen, ihn zu verbieten."

Netzfund | Facebook | Urheber Text © Thomas Hoffbauer

Slippery Slope

Donnerstag, 4. Juni 2026




Es ist bemerkenswert, wie schnell in Deutschland inzwischen aus politischer Ablehnung soziale Ausgrenzung wird.

Nicht mehr nur die Position gilt als falsch, sondern bereits der Mensch selbst wird zur unerwünschten Kategorie erklärt –
samt seiner Kunden, seiner Wähler, seiner bloßen Anwesenheit.
Darin liegt liegt eine Verschiebung - SLIPPERY SLOPE
Natürlich hat jedes Unternehmen das Recht, sich politisch zu positionieren. Ein Unternehmer darf sagen, dass er Björn Höcke ablehnt. Er darf sogar öffentlich erklären, dass er dessen Politik für gefährlich hält.
Aber in dem Moment, in dem nicht mehr über politische Inhalte gesprochen wird, sondern über „Höckes Wählergesocks“, kippt etwas Grundsätzliches.
Dann verlässt man die Ebene der demokratischen Auseinandersetzung und betritt die der moralischen Entwertung.
Das Wort „Gesocks“ ist kein Argument.
Es ist ein sozialer Vernichtungsbegriff.
Er signalisiert:
Diese Menschen gehören nicht mehr zum legitimen Teil der Gesellschaft. Aus Bürgern werden Verachtete.
Aus politischen Gegnern wird ein Milieu, das man am liebsten gar nicht mehr sehen möchte.
Das ist das Problem moderner SprachMachtPolitik:
Die „Demokratie“ lebt offiziell von Vielfalt, praktisch aber zunehmend von moralischer Sortierung.
Wer auf der „richtigen“ Seite steht, gilt als anständig. Wer falsch wählt, wird nicht widerlegt, sondern sozial stigmatisiert .
Das ist keine liberale Kultur mehr, sondern eine Form der zivilen Exkommunikation.
Besonders paradox wirkt dabei, dass dieselben gesellschaftlichen Milieus permanent „gegen Hass“ auftreten, während sie selbst mit Begriffen arbeiten,
die offen verächtlich und entmenschlichend sind.
Die Sprache verrät dabei oft mehr als die politische Botschaft selbst.
Denn Sprache ist nie nur Beschreibung – sie ist Grenzziehung.
Wer Menschen sprachlich unterhalb des Respekts ansiedelt, bereitet gesellschaftlich ihre Ausgrenzung vor.
„Demokratie“‘ bedeutet nicht, nur die Meinungen der eigenen Blase zu tolerieren.
„Demokratie“ zeigt sich gerade darin, politische Gegner als gleichwertige Bürger auszuhalten.

In dem Moment, in dem Teile der Bevölkerung nur noch als „Gesocks“ erscheinen, verliert die Gesellschaft ihre gemeinsame Mitte – und ersetzt Debatte durch
soziale Entwertung.

Netzfund | Facebook | Urheber Text © Hedda Hoffmeister

Re.Fresh

Montag, 1. Juni 2026

Nicole von NBK Design hat mir das Rezept für einen tollen Drink zukommen lassen, da sich euch nicht vorenthalten möchte.


 

Hitzeaktionstag

Samstag, 30. Mai 2026
Wenn die große Hitze kommt, ist Vorbereitung alles. Deshalb lädt die Stadt Landau jetzt am Donnerstag, 28. Mai, zum ersten Hitzeaktionstag ein.

Es ist vorbei und ich war nicht da.

Wie ist es mir gelungen bisher zu überleben ... Ironie OFF




Seeluft

Dienstag, 26. Mai 2026

 



Gehört ... passend zum sommerlichen Wetter ... nettes Hörbuch.

Aussage[ KRÄFTIG]

Montag, 25. Mai 2026

 





„Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein." Dieser Satz der Bundesarbeitsministerin Bas sorgt für Kritik.


Bärbel Bas lobte beim Aktionstag "Zusammenhalt in Vielfalt" die Migration überschwänglich und äußerte sich abwertend gegen ein "Einheitsbraun" im Land. Für sie ist die ethnische Veränderung durch Zuwanderung ausdrücklich gut. Sie fordert, Migration nicht nur auf wirtschaftliche Fachkräfte zu reduzieren, sondern Menschen gezielt für die "gesellschaftliche Vielfalt" aufzunehmen.


Es war einmal ...

Sonntag, 17. Mai 2026

 



Mein erstes Telefon war orange und ich fand es einfach nur cool ... es hatte bereits Tasten und keine Wählscheibe mehr.

Einen schönen Sonntag wünscht euch allen

Vater.Tag

Donnerstag, 14. Mai 2026

 




Perfekt auf den Punkt gebracht ...

Schönen Vatertag an alle Väter, die nicht nur Kinder gemacht haben, sondern auch wissen, wie man sich als Vater verhält. Was mehr bedeutet als nur im Familienbuch zu stehen, die Grillzange zu halten oder die Fernbedienung zu suchen.

Wochenstart

Montag, 11. Mai 2026

Ein sehr guter Spruch, mit dem ich euch gleichzeitig auch einen guten Wochenstart wünsche. 



Auto Post Signature

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