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Slippery Slope

Donnerstag, 4. Juni 2026




Es ist bemerkenswert, wie schnell in Deutschland inzwischen aus politischer Ablehnung soziale Ausgrenzung wird.

Nicht mehr nur die Position gilt als falsch, sondern bereits der Mensch selbst wird zur unerwünschten Kategorie erklärt –
samt seiner Kunden, seiner Wähler, seiner bloßen Anwesenheit.
Darin liegt liegt eine Verschiebung - SLIPPERY SLOPE
Natürlich hat jedes Unternehmen das Recht, sich politisch zu positionieren. Ein Unternehmer darf sagen, dass er Björn Höcke ablehnt. Er darf sogar öffentlich erklären, dass er dessen Politik für gefährlich hält.
Aber in dem Moment, in dem nicht mehr über politische Inhalte gesprochen wird, sondern über „Höckes Wählergesocks“, kippt etwas Grundsätzliches.
Dann verlässt man die Ebene der demokratischen Auseinandersetzung und betritt die der moralischen Entwertung.
Das Wort „Gesocks“ ist kein Argument.
Es ist ein sozialer Vernichtungsbegriff.
Er signalisiert:
Diese Menschen gehören nicht mehr zum legitimen Teil der Gesellschaft. Aus Bürgern werden Verachtete.
Aus politischen Gegnern wird ein Milieu, das man am liebsten gar nicht mehr sehen möchte.
Das ist das Problem moderner SprachMachtPolitik:
Die „Demokratie“ lebt offiziell von Vielfalt, praktisch aber zunehmend von moralischer Sortierung.
Wer auf der „richtigen“ Seite steht, gilt als anständig. Wer falsch wählt, wird nicht widerlegt, sondern sozial stigmatisiert .
Das ist keine liberale Kultur mehr, sondern eine Form der zivilen Exkommunikation.
Besonders paradox wirkt dabei, dass dieselben gesellschaftlichen Milieus permanent „gegen Hass“ auftreten, während sie selbst mit Begriffen arbeiten,
die offen verächtlich und entmenschlichend sind.
Die Sprache verrät dabei oft mehr als die politische Botschaft selbst.
Denn Sprache ist nie nur Beschreibung – sie ist Grenzziehung.
Wer Menschen sprachlich unterhalb des Respekts ansiedelt, bereitet gesellschaftlich ihre Ausgrenzung vor.
„Demokratie“‘ bedeutet nicht, nur die Meinungen der eigenen Blase zu tolerieren.
„Demokratie“ zeigt sich gerade darin, politische Gegner als gleichwertige Bürger auszuhalten.

In dem Moment, in dem Teile der Bevölkerung nur noch als „Gesocks“ erscheinen, verliert die Gesellschaft ihre gemeinsame Mitte – und ersetzt Debatte durch
soziale Entwertung.

Netzfund | Facebook | Urheber Text © Hedda Hoffmeister
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